Natalia Rudziewicz

© Jeanne Degraa

Mit ihrer intensiven Darstellung der Mia im SWR-Tatort „Letzte Tage“ betritt Natalia Rudziewicz zum ersten Mal eine größere Bühne und hinterlässt bei Zuschauern und Kritikern einen nachhaltigen Eindruck.

Bereits als Kind nahm die Hamburgerin Ballett- und Schauspielunterricht, spielte Theater im Jugendclub des Thalia Theaters und des Schauspielhauses Hamburg. Im Alter von 14 Jahren debütierte sie in Mareile Morawietz Abschlussfilm „Zwischenzeit“ der Hamburg Media School. Daraufhin folgten weitere Fernsehengagements u.a. in Florian Baxmeyers „Großstadtrevier- Der große Knall“, Christoph Starks „Tatort- Abgezockt“, Bernhard Stephans „Der letzte Zeuge –Gambit Star“, sowie Holger Haases „Für gutes Betragen“ und Stefan Kornatz’ „Lebenswandel“. Nach dem Abitur begann Natalia Rudziewicz ihr Schauspielstudium an der Theaterakademie August Everding in München, welches sie 2010 mit Diplom abschloss. Währenddessen setzte sie ihre filmische Arbeit mit den Regisseuren Stefan Kornatz („Sklaven und Herren“) und Michael Schneider („Kommissar Stolberg“) fort. An der Seite von Katharina Böhm spielte sie 2008 für die ARD unter der Regie von Markus Fischer die weißrussische Kronzeugin Nadeshda Schaposchnikow in dem hochgelobten Thriller „Sechs Tage Angst“. Anschließend war sie als Tochter von Inka Friedrich und Dietmar Bär in dem preisgekrönten Drama „Kehrtwende“ von Dror Zahavi zu sehen. Wenig später entdeckte sie Doris Dörrie für das Kino und besetzte sie in ihrer Verfilmung der Shortstory „Glück“ nach Ferdinand von Schirach. Weitere Arbeiten für das ZDF und die ARD folgten, u.a. „Die Polizistin“ unter der Regie von Maris Pfeiffer, in der die Schauspielerin eine an Muskeldystrophie erkrankte junge Frau spielte, die mit ihren Eltern auf eine berührende Art einen eigenwilligen Umgang mit dem nahenden Tod findet. Mit dem auf der Berlinale 2013 präsentierten Kinofilm „Schuld sind immer die Anderen“ von Lars- Gunnar Lotz war die vielseitige Schauspielerin an der Seite von Edin Hasanovic und Julia Brendler zum ersten Mal auf einer Reihe von nationalen, sowie internationalen Filmwettbewerben zu sehen (36. World Film Festival Montreal, 8. Zürich Film Festival, 33. Max Ophüls Filmfestival). 2014 war sie in der Rolle der kriminellen Boxerin Sina Fink in der erfolgreichen ZDF-Krimireihe „Marie Brand“ (Das Mädchen im Ring) zu sehen und drehte anschließend an der Seite von Jörg Hartmann, Anna Schudt und Robert Stadlober den Tatort „Hydra“ unter der Regie von Nicole Weegmann. Im selben Jahr wirkte sie in der internationale Krimiserie „The Team“ von Kathrine Windfeld („The Bridge“, „The Killing“, „Mankells Wallander“) mit Carlos Leal, Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat und Sunny Melles, sowie im Tatort „Blutschuld“ unter der Regie von Stefan Kornatz („Tatort: Es ist böse“), mit. 2015 wurde die Schauspielerin für die durchgehende Rolle der Anna Balodis in der neuen ZDF-Krimireihe „Solo für Weiss“ (Regie: Thomas Berger) engagiert, wo sie seither an der Seite von Anna Maria Mühe zu sehen ist. Weitere Arbeiten für das ZDF folgten, unter anderem der hochgelobte Krimi „Hattinger und der Nebel“, bei dem die preisgekrönte Nachwuchsregisseurin Viviane Andereggen Regie führte. Ihr tänzerisches Talent stellte die Hamburgerin im Kölner Tatort „Tanzmariechen“ unter Beweis, wo sie als ehrgeiziges Tanzmariechen unter der Regie von Thomas Jauch neben Herbert Knaup, Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt spielte. Des Weiteren war sie in der neuen Maxdome-Serie „Jerks“ an der Seite von Christian Ulmen und Fahri Yardim zu sehen. Außerdem wirkt die vielseitige Schauspielerin immer wieder bei einer Vielzahl von Hörspielen und Hörbüchern, u.a. „Der Garten Eden“ von Ernest Hemingway mit.