Heikko Deutschmann

© Mathias Bothor

Nach der Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule der Künste erhielt Heikko Deutschmann sein erstes Theater-Engagement unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne und spielte dann unter Regie-Größen wie Robert Wilson, Jürgen Flimm, Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Werner Schroeter und Alexander Lang.

Seine Film- und Fernsehkarriere startete Heikko Deutschmann parallel zu seinen Bühnenengagements. Den Auftakt machte 1985 „Walkman Blues“ (Regie: Alfred Behrens). Für den vielseitigen Schauspieler folgten zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen wie die Satire „Rotwang muss weg“ (1994, Regie: Hans-Christoph Blumenberg), der Polit-Thriller „Der demokratische Terrorist“ (Per Berglund) und die dreiteilige Literaturverfilmung „Der Laden“, die 1999 mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet wurde. Immer wieder stand er für Produktionen unter der Regie von Peter Patzak vor der Kamera: „Sweet little Sixteen“ (1999), „Sternzeichen“ (2003). Außerdem für Produktionen von Thomas Berger („Ein unmöglicher Mann“, „Operation Rubikon“) und Diethard Klante („Nicht ohne Dich“ & „Hannas Baby“). Neben Gastrollen in den Krimi-Reihen „Letzte Spur Berlin“, „Rosa Roth“, „Ein starkes Team“, „Doppelter Einsatz“ und „Tatort“ beeindruckte Heikko Deutschmann in Dramen wie „Blindes Vertrauen“, der preisgekrönten ARD-Produktion „In Sachen Kaminski“ ebenso wie in der Komödie „Ein Hausboot zum Verlieben“ oder dem Tatort „Tödlicher Einsatz“. Weitere Filme mit Heikko Deutschmann waren u. a. der ZDF-Krimi „Rottmann schlägt zurück“, der ZDF-Zweiteiler „Schicksalsjahre“, „Blutgeld“ und „Mein Sohn, der Klugscheißer“. Seit 2010 war der vielseitige Schauspieler in der Familienserie „Tiere bis unters Dach“ zu sehen. Darüber hinaus nimmt der Schauspieler Hörbücher auf, u.v.a. „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“, „Schiller-Balladen“, „Der Blick aus meinem Fenster“, „Rot und Schwarz“, „G.B.- Das obszöne Werk“, „Unruhezone“, „Der Schneemann“, sowie für die Brigitte Hörbuch-Edition Starke Stimmen „Reise im Mondlicht“ und „LIMIT“ von Frank Schätzing. Seit einigen Jahren steht Heikko Deutschmann auch wieder auf der Theaterbühne in Stücken wie „Betrogen“ von Harold Pinter im Renaissance Theater in Berlin, oder George Taboris „Flucht nach Ägypten“ im Théatre National du Luxembourg und mit „Das Blau in der Wand“ von Tankred Dorst bei den Ruhrfestspielen sowie am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit einem Studium an der Drehbuchakademie der dffb arbeitet Heikko Deutschmann außerdem als Drehbuchautor und hat als Schriftsteller diverse Texte veröffentlicht. Als  Regisseur, Autor und Produzent verwirklichte er für SWR/arte 2015 den Mittellangfilm „Noch ein Seufzer und es wird Nacht“, für den er auf internationalen Festivals etliche Preise erhielt (u. a. „best foreign short film“ – London Film Festival 2016, „winner best short niff 2016“ – Nordic International Film Festival, New York). Im Herbst 2021 erscheint im mare Verlag Hamburg unter dem Titel „I get a bird“ sein nächstes Buch, das er in Zusammenarbeit mit Anne von Canal verfasst hat.

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