Heikko Deutschmann

© Stefan Klüter

Nach der Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule der Künste erhielt Heikko Deutschmann sein erstes Theater-Engagement unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne und spielte dann unter Regie-Größen wie Robert Wilson, Jürgen Flimm, Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Werner Schroeter und Alexander Lang.

Seine Film- und Fernsehkarriere startete Heikko Deutschmann parallel zu seinen Bühnenengagements. Den Auftakt machte 1985 „Walkman Blues“ (Regie: Alfred Behrens). Für den vielseitigen Schauspieler folgten zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen wie die Satiren „Rotwang muss weg“ (1994, Regie: Hans-Christoph Blumenberg), „Der Planet der Kannibalen“, der Polit-Thriller „Der demokratische Terrorist“ (Per Berglund) und die dreiteilige Literaturverfilmung „Der Laden“, die 1999 mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet wurde. Immer wieder stand er für Produktionen unter der Regie von Peter Patzak vor der Kamera: „Sweet little Sixteen“ (1999), „Die Entführung“ (1999) sowie „Sternzeichen“ (2003). Außerdem für Produktionen von Thomas Berger („Ein unmöglicher Mann“, „Operation Rubikon“) und Diethard Klante („Nicht ohne Dich“ & „Hannas Baby“). Heikko Deutschmann übernahm Gastrollen in den Krimi-Reihen „Der letzte Zeuge“, „Rosa Roth“, „Ein starkes Team“, „Doppelter Einsatz“ und „Tatort“ und beeindruckte in Dramen wie „Blindes Vertrauen“ (Mark Schlichter), der preisgekrönten ARD-Produktion „In Sachen Kaminski“ (Stefan Wagner) ebenso wie in dem ZDF Film „Liebe ist Verhandlungssache“, in der ARD-Komödie „Ein Hausboot zum Verlieben“, in der Tatort-Folge „Tödlicher Einsatz“ und in der Sat.1-Komödie „Engel sucht Liebe“. Seit 2010 ist er in Jörg Grünlers Kinderserie „Tiere bis unters Dach“ zu sehen. Weitere Filme mit Heikko Deutschmann waren u. a. der ZDF-Krimi „Rottmann schlägt zurück“, der ZDF-Zweiteiler „Schicksalsjahre“, „Ein Sommer in den Bergen“, „Der Meineidbauer“, „Helden“ und „Blutgeld“. Darüber hinaus nahm der Schauspieler auch Hörbücher wie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“, „Schiller-Balladen“, „Geschichten aus 1001 Nacht“, „Der Blick aus meinem Fenster“, „Rot und Schwarz“, „G.B.- Das obszöne Werk“, „Hundsköpfe“, „Unruhezone“, „Der Schneemann“, und „Gomorrha“ auf, sowie die Brigitte Hörbuch-Edition „Starke Stimmen“, „Reise im Mondlicht“ und „LIMIT“ von Frank Schätzing. Seit einigen Jahren steht Heikko Deutschmann auch wieder auf der Theaterbühne in Stücken wie „Betrogen“ und „Geister in Princeton“ im Renaissance Theater in Berlin sowie mit George Taboris „Flucht nach Ägypten“ im Théatre National du Luxembourg. Ebenso ist Heikko Deutschmann als Regisseur tätig und verwirklichte 2015 seinen Kurzfilm „Noch ein Seufzer und es wird Nacht“, für den der Schauspieler 2016 etliche Preise erhielt (u. a. „best foreign short film“ – London Film Festival 2016, „winner best short niff 2016“ – Nordic International Film Festival). 2016 stand der vielseitige Schauspieler auch wieder auf der Theaterbühne. So konnte man ihn mit dem Stück „Das Blau in der Wand“ von Tankred Dorst bei den Ruhrfestspielen und ebenso am Düsseldorfer Schauspielhaus erleben. Im Fernsehen zu sehen war Heikko Deutschmann 2016 in der Märchenverfilmung “Schlaraffenland“ und in der Lindström-Verfilmung „Zurück ins Morgen“.