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Stefan Kurt

Mit seiner Hauptrolle im erfolgreichen TV-Mehrteiler „Der Schattenmann“ unter der Regie von Dieter Wedel wird Stefan Kurt einem breiten Publikum bekannt und erhält 1997 für seine schauspielerische Leistung den Adolf-Grimme-Preis sowie den Telestar.


© Benno Kraehahn

Der gebürtige Schweizer studiert zunächst am Konservatorium für Musik und Theater Bern, bevor er von dort über das Schauspielhaus Bochum an das Hamburger Thalia Theater wechselt. Fortan arbeitet er mit renommierten Regisseuren wie Robert Wilson und Jürgen Flimm. Gleich in seinem ersten Spieljahr wird er für seine Rolle des Silvio in dem von Flimm inszenierten Stück „Der Diener zweier Herren“ mit dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet. 1993 tritt Stefan Kurt das erste Mal vor die TV-Kamera. Daran schließt sich eine umfangreiche Film- und Fernseharbeit. Sein Kinodebüt feiert er mit Peter Liechtis „Marthas Garten“ (1997). Ein Jahr später ist er an der Seite von Richy Müller, Jürgen Vogel und Katja Flint in dem zweiteiligen Krimi „Das Große Ding“ von Bernd Schadewald zu sehen. Für seine Rolle des jüdischen Mitarbeiters, Dave Gladbaker, in dem preisgekrönten Krimi-Drama „Gegen Ende der Nacht“ von Oliver Storz erhält er 1998 erneut den Adolf-Grimme-Preis. 1999 sieht man Stefan Kurt in Rainer Kaufmanns „Long Hello and Short Goodbye“. Für den vielseitigen Schauspieler folgen weitere Rollen u.a. in Edward Bergers „Frau2 sucht Happy End“, Chris Kraus' mehrfach ausgezeichnetem Drama „Vier Minuten“ und Dani Levys Hitlerparodie „Mein Führer“. 2007 glänzt er unter der Regie von Justus von Dohnányis schwarzer Kinokomödie „Bis zum Ellenbogen“. Weitere Filme mit Stefan Kurt sind: Margarethe von Trottas „Die andere Frau“, Andreas Kleinerts „Hurenkinder“ und Rainer Kaufmanns „Ein starker Abgang“. Neben seinen Film- und Fernseharbeiten bleibt Stefan Kurt der Theaterbühne treu. So steht der gebürtige Schweizer unter anderem in Stücken wie „Leonce und Lena“ und „Die Dreigroschenoper“, beide von Robert Wilson am Berliner Ensemble inszeniert, sowie Niklaus Helblings „Brand“ und Christoph Marthalers Geschichten aus dem Wiener Wald auf der Bühne. 2009 sieht man ihn u.a. in dem ARD-Film "Die Frau, die im Wald verschwand" und in der Fernsehkomödie "Haus und Kind", 2010 in dem mit dem Publikumspreis des Filmfestivals Locarno ausgezeichneten Kinofilm "Giulias Verschwinden", in Alain Gsponers Suter-Verfilmung "Der letzte Weynfeldt" und in Norbert Baumgartens "Mensch Kotschie". 2011 ist Stefan Kurt u.a. mit "Ein Tick anders" und "Der Verdingbub" in den Kinos und im von der Kritik hochgelobten Film-Trilogie "Dreileben" der Regisseure Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold im
Fernsehen zu sehen. Für letzteres erhält Stefan Kurt den "Deutschen Schasupielerpreis 2012" in der Kategorie Bester Hauptdarsteller.  2012 folgt Isabel Kleefelds Romanverfilmung "Ruhm".

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